Schlagwort: Sprache

  • Verschollen

    Es war bei einer Familienfeier, bei einem jener Gespräche, die lediglich dem Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe dienen. Eines jener Gespräche, die manchmal Neuigkeiten austauschen, aber meist jedoch ältere Geschichten noch einmal auflegen.Daran ist nichts Verwerfliches. Vor einigen Jahrzehnten war das die einzige Möglichkeit, Familiengeschichte zu bewahren und weiter zu geben. Heute gibt es Foto und Video und […]

  • Idiotenapostroph

    Klein ist er, der Apostroph. Vielleicht gerade mal so groß wie ein Komma. Der Punkt ist kleiner. Sonst nichts. Wichtig ist er eher weniger (im Vergleich zu einem Komma). Sein deutscher Name lautet „Auslassungszeichen”. Wer möchte schon so heißen? Er hat die Position des Deppen, der für andere losgeschickt wurde, die selber nicht los wollten. […]

  • Besinnliche Weihnachten

    Das ist ein schöner Spruch und wird gern genommen. “Besinnlich” synonymt der Duden mit “nachdenklich”. Wünscht man jemandem eine “nachdenkliche Weihnacht”, würde man zumindest einen nachdenklichen Gesichtsausdruck ernten, dem man ablesen könnte, dass die Gedanken um die Zurechnungsfähigkeit des Wünschenden kreisen. So etwas macht man ja auch nicht. Im gesellschaftlichen Miteinander benutzt man die gleichen […]

  • Ganztagsangebot-Angebot

    Das finden Sie komisch? Doppeltgemoppelt? Aber das ist ein gängiger Begriff. Gut, meist wird der erste Teil abgekürzt. Dann heißt das “GTA-Angebot”. Wer jetzt schon zusammen gezuckt ist, hat noch einen Bezug zur deutschen Sprache und sei mir im Geiste willkommen. Denjenigen muss ich aber auch warnen. Es werden in dem Artikel noch andere schmerzvolle […]